Investionen in Cleantech steigen

Unter Cleantech, auch saubere Technologien genannt, versteht man Produktionsarten oder Dienstleistungen, bei denen unter gesteigerter Leistung und Effizienz gleichzeitig der Verbrauch von Energie und natürlichen Ressourcen gesenkt wird. Im Zuge des Klimawandels und der weltweiten Orientierung von Regierungen, Unternehmern und Privatverbrauchern hin zu sauberen Technologien wie beispielsweise Erneuerbaren Energien wie Solarstrom oder Wind- und Wasserkraftanlagen wird Cleantech in jüngster Zeit auch für Investoren immer interessanter.

Grüne Technologien – auch in Zukunft eine interessante Investition

Seit dem Atomunfall in Japan, im März dieses Jahres, ist der Atomausstieg in aller Munde. Doch schon Jahre zuvor wurde der Wechsel von Atomstrom hin zu erneuerbaren Energien wie Solarstorm, Wind- und Wasserkraft oder Erdwärme im Zuge des Klimawandels eingehend diskutiert. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl börsennotierter Unternehmen, die Anlagen für Wind- und Wasserkraft oder Photovoltaik produzieren.

Die starke Nachfrage nach alternativen Energiequellen hat in den letzten Jahren sogar zu einem regelrechten Boom geführt. Weltweit konnten börsennotierte Cleantech Unternehmen satte Kurszuwächse bei ihren Aktien verzeichnen. Eine Abkehr von diesem Trend ist selbst auf lange Zeit nicht in Sicht. Der Cleantech Bereich wird dabei auf mehreren Ebenen begünstigt. So werden beispielsweise erneuerbare Energien von vielen Regierungen gefördert. Privatverbraucher oder Unternehmen, die auf die sauberen Technologien bei der Energiegewinnung zurückgreifen, können oftmals mit ansehnlichen staatlichen Fördersummen rechnen. Dies ist vor allem deshalb für Investoren relevant, weil es auf eine zukünftig erhöhte Produktion bei Cleantech Unternehmen hindeutet, was den Unternehmen wiederum satte Gewinne beschert. Daneben ist für Investoren vor allem interessant, dass es sich bei Cleantech um einen weltweiten Richtungswechsel handelt.

Vor allem die aufstrebenden Wirtschaften wie Indien, China oder Brasilien folgen dem Trend ebenso eifrig wie die westlichen Industrieländer. So sieht die chinesische Gesetzgebung bereits seit dem Jahr 2005 vor, dass bis zum Jahre 2020 etwa 15 % der chinesischen Energieerzeugung aus alternativen Energiequellen stammen soll. Dadurch haben private Anleger oder professionelle Investoren sehr gute Chancen auf ein Investment, das ebenfalls die Wirtschaften der asiatischen Länder mit einbezieht.

Alexander Verweyen
Alexander Verweyen ist Unternehmer, strategischer Berater und Autor von bisher sechs Büchern. Als Geschäftsführer der alexander verweyen BUSINESS CONSULTANTS GmbH unterstützt er gemeinsam mit seinem Team namhafte Unternehmen bei der Steigerung ihrer Führungs- und Vertriebsperformance sowie der Bewältigung von Veränderungsprozessen.